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Implantatakupunktur

Implantatnadeln – was ist das Besondere?

Die Implantatakupunktur ist eine Sonderform  der Ohrakupunktur. Implantierbare Ohrakupunkturnadeln sehen aus wie Minibleistiftspitzen. Sie werden unter die Haut am Ohr gesetzt und verbleiben dort dauerhaft. Es gibt 2 Materialien:
1. Titanimplantate – verbleiben „ewig“ am Ohr
2. Templax Nadeln – aus resorbierbarem metallfreien Material. Sie lösen sich nach ca. 2 Jahren von selbst auf
Mit beiden Nadeltypen wird eine Dauerstimulation der Reflexareale erreicht, was auch noch nach Monaten und Jahren zu einer positiven Beeinflussung des Krankheitsbildes führen kann.

 
Metallfreie Implantatnadeln - resorbierbar
 

Geschichte

2001 wurde die Implantatnadel erstmalig auf einem Akupunkturkongress in Berlin vorgestellt. Die Idee entstand, als eine Patientin mit einer eingewachsenen Akupunkturdauernadel am Ohr beschwerdefrei war, solange die Nadel an ihrem Platz war. Nach Entfernung der Nadel traten die Beschwerden wieder auf. Dies inspirierte zur Entwicklung der Implantatnadeln, die dauerhaft im Ohr verbleiben.
Wirksamkeit
Die Wirksamkeit dieser Dauerstimulation ist in Studien und Anwendungsbeobachtungen nachgewiesen. Die Implantatnadeln können als alleinige Therapiemethode, aber auch in Ergänzung anderer Methoden eingesetzt werden.
Welche Krankheitsbilder werden behandelt?
Man kann die Implantatnadeln in allen Fällen einsetzen, die schon seit Jahrzehnten auch mit der Ohrakupunktur behandelt wurden.  Der Vorteil der Implantate: durch die langfristige permanente Stimulation bestehen besonders bei chronischen Krankheiten bessere Chancen auf dauerhafte Besserung.

Krankheiten, die mit Ohr-Implantaten behandelt werden:

  • Allergien
  • Arthrose
  • Asthma
  • Anorexie - Bulimie
  • chronische Blasenentzündungen
  • chronische Schmerzen
  • chronische Erkrankungen
  • Hypertonie / Hypotonie
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Gallenblasenentzündungen
  • Gelenkschmerzen
  • Gesichtsnervenlähmung
  • Hauterkrankungen
  • Harninkontinenz
  • Heuschnupfen
  • Impotenz
  • Ischialgie
  • Kopfschmerzen
  • Krampfleiden
  • Lebererkrankungen
  • Magersucht
  • Migräne
  • Neuralgien
  • Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis)
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Phantomschmerz
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Reizblase
  • Rheumatische Erkrankungen
  • RLS (Restless Legs Syndrom)
  • Rückenschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Schmerztherapie allgemein
  • Stimm- und Sprachstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Suchterkrankung Drogen
  • Suchterkrankung Nikotin (Raucherentwöhnung)
  • Suchterkrankung Tabletten
  • Tinnitus
  • Trigeminusneuralgie
  • Übergewicht / Adipositas
  • Vegetative Funktionsstörungen
  • Verdauungsstörungen

Am häufigsten wird die Implantatakupunktur in meiner Praxis eingesetzt zur Behandlung von  RLS, zur Raucherentwöhnung, bei Tinnitus und Morbus Parkinson sowie bei vielen chronischen Erkrankungen, wo eine Dauerstimulation der Punkte besonders sinnvoll erscheint.

Implantation - Komplikationen – Nebenwirkungen

Bei korrekter Anwendung der Nadeln und der Einhaltung einiger Regeln nach der Implantation sind Komplikationen sehr unwahrscheinlich. Ich habe weder Allergien, Entzündungen oder andere Komplikationen beoachtet. In seltenen Fällen geht ein Implantat verloren, es kann nach einiger Zeit erneut nachimplantiert werden.
Die Implantation erfolgt  nach gründlicher Desinfektion und genauester Punktsuche in örtlicher Betäubung.
Wichtig ist, die Ohren innerhalb von 2-3 Tagen wenig zu berühren, nicht zu waschen (auch kein Haarewaschen) und die mitgegebenen homöopathischen Kügelchen am gleichen Tag im 1-2stündigen Anstand einzunehmen (verhindert Schwellungen und Hitzegefühl) sowie am Folgetag 3-4 mal weiter einzunehmen.
Zum Schlafen enpfehle ich die Unterlage eines sauberen Frottehandtuchs. Ohrringe können für einige Zeit nicht getragen werden.

Kosten

Gesetzliche Kassen übernehmen nach meiner Erfahrung keine Anteile für die Implantatakupunktur, auch wenn sie erfolgreich angewendet wurde. Bei Privatpatienten können einige Positionen übernommen werden. Die Nadelkosten muss der Patient ebenfalls bezahlen. In jedem Fall ist es sinnvoll, bei der Kasse nachzufragen, ob und welche Positionen eventuell gezahlt werden.
Da jeder Fall individuell diagnostiziert und behandelt wird, können keine „Pauschalpreise“ angegeben werden.

Dauer der Anwendung

Meist reicht eine Sitzung. Bei nicht ausreichendem Erfolg kann man nach 3-4 Monaten nachstehen.

Nadelkissen? Oder wieviele Nadeln kommen zur Anwendung?

Je nach Fall kommen 6 – 8, bei komplexen Krankheitsbildern wie RLS oder Tinnitus können auch 20-40 Nadeln, in Extremfall 70 oder 80 Nadeln implantiert werden. Da sie extrem klein sind, führt dies zu keiner Störung des Schlafs oder sonstigen Beeinträchtigungen. Auch Kernspinuntersuchungen oder Fughafenkontrollen - Titan ist kaum magnetisierbar - sind kein Problem.

 

 

Erfolgsgarantie?

Die gibt es leider nicht. Bei RLS werden ca. 70 % der Patienten besser oder beschwerdefrei – ich kann nicht ausschließen, daß Sie zu den verbliebenen 30% gehören, wo kein positiver Effekt zu beobachten ist. Selbst dies bedeutet nicht Resignation, sondern evtl. ein oder zwei „Nachstech“termine. Der Effekt kann auch noch nach Monaten oder Jahren einsetzen.